Biologische Wertigkeit - Die Effizienz deiner Nahrungsproteine

 
 
 
 
Das Umwandeln von Nahrungsproteinen in körpereigene Proteine ist ein alltäglicher Prozess. Dieser Transfer ist, je nach Zusammensetzung der Aminosäuresequenz, durch unterschiedliche Effizienz gekennzeichnet. An dieser Stelle spricht man von der biologischen Wertigkeit der Nahrungsmittel. Doch was genau spielt hier die entscheidende Rolle? Je mehr die Aminosäuren der Nahrung denen des Körpers gleichen, desto geringer wird die Anzahl der aufzunehmenden Nahrungsproteine, welche zur Ausbildung der körpereigenen Proteine nötig sind. Die biologische Wertigkeit jedes Lebensmittels lässt sich durch einen bestimmten Index darstellen. Richtwert dafür ist das Vollei mit einer biologischen Wertigkeit von 100. Der Wert eines Nahrungsproteins liegt unter 100, wenn es eine geringere Übereinstimmung der Aminosäuren mit denen des Körper vorweist ist als dies beim Eiprotein der Fall ist. Es kann dementsprechend weniger effizient umgewandelt werden. Andererseits kann der Wert über 100 liegen, wenn der Körper es schafft ein Nahrungsprotein besser zu verwerten als Eiprotein. Der Referenzwert 100 entspricht also nicht einer 100-prozentigen Umsetzung, denn er kann durch Kombinationen von Lebensmitteln leicht übertroffen werden. Um das Ganze zu veranschaulichen, erklären wir es am Beispiel der Whey Protein (Molke Protein). Nehmen wir 100g Whey Protein zu uns, dessen biologische Wertigkeit zwischen 104 bis 110 liegt, ist dies wesentlich effizienter als die Aufnahme von 100g Maisprotein, da hier nur eine biologische Wertigkeit von 72 festgestellt wurde. Der Grund: die höhere Übereinstimmung der Aminosäuren des Whey Proteins mit denen des eigenen Körpers.
 
 
Lebensmittel

Biologische

Wertigkeit

Kuhmilch135
Whey Protein104-110
Rindfleisch92
Thunfisch92
Edamer Käse85
Soja84-86
Quinoa83
Reis81
Kartoffeln76
Roggenmehl76-83
Bohnen72
Mais72
Hafer60
Weizenmehl56-59
 
 
Die Tabelle zeigt: tierische Proteine besitzen meist eine sehr hohe biologische Wertigkeit im Vergleich zu pflanzlichen Proteinen. Die Zusammensetzung ihrer Aminosäuren ähnelt der unseres Körpers, somit ist die Umwandlung tierischer Proteine sehr effizient. Aber aufgepasst! Eine hohe biologische Wertigkeit lässt nicht ohne Weiteres auf ein gesundes Lebensmittel schließen. Hier sind viele weitere Faktoren relevant, beispielsweise der Gehalt von Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen. Dennoch kann dein Wissen über die biologische Wertigkeit hilfreich sein, um die Lebensmittel für deine Proteinaufnahme bestmögliche auszuwählen.
 
 

 

Was bedeutet biologische Wertigkeit?

Lesezeit 1 Min.

Die biologische Wertigkeit ist ein Maß dafür, mit welcher Effizienz die Proteine der Nahrung in körpereigene Proteine umgewandelt werden können. Die Aminosäuren Zusammensetzung spielt dabei eine tragende Rolle, denn je ähnlicher die Aminosäuren der Nahrungsproteine den Aminosäuren der körpereigenen Proteine sind, desto weniger Nahrungsproteine werden benötigt um körpereigene Proteine zu bilden. Dies bedeutet, dass 100g Whey Protein (Molke Protein) der Körper besser verwenden kann als 100g Maisprotein, denn die biologische Wertigkeit von Whey Protein ist höher als die von Maisprotein, da die Aminosäuren Zusammensetzung von Whey Protein den körpereigenen Proteinen ähnlicher ist als die von Maisprotein. Die biologische Wertigkeit ist in Zahlen messbar, ein Vollei hat eine biologische Wertigkeit von 100 alle Nahrungsmittel mit einem größeren Wert kann der Körper besser verwerten, alle mit einem kleineren Wert schlechter.
Lebensmittel

Biologische

Wertigkeit

Kuhmilch135
Whey Protein104-110
Rindfleisch92
Thunfisch92
Edamer Käse85
Soja84-86
Quinoa83
Reis81
Kartoffeln76
Roggenmehl76-83
Bohnen72
Mais72
Hafer60
Weizenmehl56-59
Wie in der Tabelle zu erkennen ist besitzt tierisches Protein meist eine sehr hohe biologische Wertigkeit, da die Aminosäuren Zusammensetzung von tierischem Protein eine hohe Ähnlichkeit hat mit der unseres Körpers. Diese hohe Wertigkeit ist jedoch nicht damit zu verwechseln, wie gesund ein Lebensmittel ist. Denn der Gehalt von Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffe usw. wird nicht beachtet.